Corona Massnahmen in Kraft per Montag, 21. September 2020

Die Sozialkontakte sollen österreichweit weiter eingeschränkt werden, bei privaten Feiern und Veranstaltungen indoor sind künftig nur noch zehn Personen erlaubt. In der Gastronomie kommt die Masken-Pflicht auch für Gäste. Konsumationen sind nur noch im Sitzen möglich.

Coronavirus: Weitere Verschärfungen ab Montag, 21. September 2020


Ab Montag in Kraft
Die Maßnahmen gelten ab kommenden Montag in ganz Österreich. Die Verschärfungen wurden bei einer Pressekonferenz von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) bekanntgegeben. Als weitere Maßnahme wurde die Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung für ein Jahr angekündigt.

Von der Beschränkung auf maximal zehn Personen bei Indoor-Feiern und Veranstaltungen sind Begräbnisse, religiöse Veranstaltungen sowie Demonstrationen etc. ausgenommen.

Zweiten Lockdown verhindern
Es handle sich "um Einschränkungen, die wehtun, aber notwendig sind, um einen zweiten Lockdown hoffentlich zu verhindern", meinte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Die Regierung sei sich "bewusst, dass es wieder einmal Verzicht bedeutet". Es gelte aber, die "katastrophalen Folgen" zu verhindern, die ein weiterer Lockdown bedeuten würde, sagte Kurz in der Pressekonferenz der Bundesregierung.

Die neu getroffenen Maßnahmen treten mit kommenden Montag, 0.00 Uhr, in Kraft.

Kirchen sollen freiwillige Einschränkungen umsetzen
Die Gottesdienste der Kirchen und Religionsgemeinschaften sind von den am Donnerstag angekündigten Einschränkungen bei Veranstaltungen ausgenommen. Das hat Kultusministerin Susanne Raab (ÖVP) via Aussendung angekündigt. Allerdings wurden Maßnahmen vereinbart, die die Kirchen freiwillig umsetzen sollen. Dazu gehören Maskenpflicht während des öffentlichen Gottesdienstes und das Reduzieren von Gesang.

"Wie bisher sind öffentliche Gottesdienste von den allgemein gültigen Veranstaltungsregeln ausgenommen", sagte Raab in einer Aussendung. Dies gilt allerdings nicht für kirchliche Veranstaltungen außerhalb der Gottesdienste - diese fallen sehr Wohl unter die Verordnungen des Gesundheitsministeriums. Für Gottesdienste sollen die Kirchen dagegen auf freiwilliger Basis bestimmte Maßnahmen umsetzen.

Maskenpflicht beim Gottesdienst
Vorgesehen ist demnach eine Maskenpflicht während der öffentlichen Gottesdienste. Zudem soll Desinfektionsmittel bereitgestellt und der Gesang reduziert werden. Außerdem ist (wie bei katholischen Gottesdiensten schon bisher) ein Mindestabstand zwischen den Gläubigen von zumindest einem Meter vorgesehen. Dies allerdings nicht, "wenn dies die Vornahme religiöser Handlungen erfordert" (etwa bei der Kommunion). Bei Gottesdiensten im Freien sollen alle Teilnehmer Sitzplätze erhalten.

Für Trauungen, Beerdigungen und ähnliche "religiöse Feiern aus einmaligem Anlass" soll es ein Präventionskonzept geben, das durch einen Präventionsbeauftragten überwacht wird. Außerdem soll es zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze geben, um im Fall einer Infektion die Identifikation von Kontaktpersonen zu ermöglichen.



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